Projektmodul D: Gesellschaftliche und geistesgeschichtliche Dimensionen des Transits

Europa im Transit (März 2017)

Interview mit einem 16-jährigen Jungen, der aus Syrien nach Deutschland geflüchtet ist

Wie war dein Leben vor der Flucht?
Gut. Ich habe mit meiner ganzen Familie bis 2011 in der Nähe von Damaskus gelebt. Dann hat der Krieg angefangen. Die ganze Stadt war zerstört.

Wie verlief deine Flucht?
Ich bin mit einem Schiff nach Griechenland gefahren. Dabei waren meine Eltern, meine Schwester und mein Bruder. Nach Deutschland bin ich dann zu Fuß, mit dem Auto und mit dem Zug gekommen.

Wie erlebt ihr Deutschland?
Unser Ziel in Deutschland ist es, die Sprache gut zu lernen und zu sprechen und Arbeit zu finden. Die deutsche Sprache ist sehr schwer, besonders für meine Eltern, weil sie vorher schon 50 Jahre in Syrien gelebt haben.

Wo möchtest du leben?
Ich möchte Syrien noch einmal besuchen, aber den Rest meines Lebens in Deutschland verbringen.

Interview mit einem 17-jährigen allein reisenden Flüchtlingsjungen aus dem Irak

Wie war dein Leben vor der Flucht?
Gut. Bis der IS gekommen ist und alles zerstört hat. Ich habe mit meiner Familie, meinen Eltern und meinen beiden Geschwistern, in einem Haus gewohnt.

Wie verlief deine Flucht?
Ich bin mit Freunden nach Deutschland gekommen, meine Familie ist immer noch im Irak. Ich bin von der Türkei nach Griechenland mit dem Schiff gefahren, von Griechenland nach Deutschland mit dem Zug. Meine Freunde und ich hatten das Ziel, nach Deutschland zu kommen.

Wie lange lebst du in Deutschland?
Insgesamt bin ich seit einem Jahr und ein paar Monaten in Deutschland. Seit einem Jahr wohne ich in Soest, vor einer Woche bin ich nach Bad Sassendorf gezogen.

Wie ist dein Leben in Deutschland?
In Deutschland zu leben ist gut. Hier habe ich keine Angst. Ich habe immer noch viel Kontakt zu meinen Eltern über das Telefon. Meine Schwester lebt jetzt auch hier in Deutschland. Ich gehe hier in eine neunte Klasse und der Unterricht macht mir Spaß. Ich habe auch schon Hobbys, z.B, ins Fitness-Studio zu gehen und Fußball zu spielen.

Report about my way to Germany (Boy, 14, from Syria)

On 19th September 2015, my way began in Turkey.
With my family, we took a small rubber ship although we were 45 people with babies and old people.
When we were going to the beach it was cold and dark, the road was full of stones and water, the sailor was shouting angrily at us, because the Turkish police should not hear and see us.
Our see trip took about two hours, the we reached a Greek army island. The soldiers there were shouting aggressively at us, then we went to a bigger island which is called Chios.
After that we went to Athens. There we took buses that could take us to Macedonia. After that we went to Serbia, then to Croatia, which was the most difficult step, because we stayed in the rain and wind about one day, and there was no place where we could sleep.
We were always between the fields, the we went to Hungary, then we went to Austria by train. We stayed there three days, and finally we reached Germany!!!
(Soest, May 2017)

 

Flucht und Vetreibung

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Migration Tschechien – PDF
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Migration

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Handelswege in Deutschland

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Berufe im Transit

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